Autarkie & Eigenverbrauch bei Photovoltaikanlage (2022)

Kategorie: Photovoltaik GrundlagenStichworte: Autarkie, Eigenverbrauchsquote

Autarkie & Eigenverbrauch bei Photovoltaikanlage (1)

Der hohe finanzielle Anreiz, den einst die Einspeisevergütung für die Einspeisung von Solarstrom ins Stromnetz darstellte, nahm in den letzten Jahren kontinuierlich ab. Welche Voraussetzungen für die Rentabilität von Eigenverbrauch oder Einspeisung gegeben sind, will genau überprüft sein. Vor- und Nachteile abzuwägen ist der erste Schritt, um künftig wirtschaftlich sinnvoll die Photovoltaik (PV) für den Eigenverbrauch zu nutzen.

Inhaltsverzeichnis

  • Unterschied zwischen Eigenverbrauch und Autarkie
  • Gibt es eine Vergütung für den Eigenverbrauch?
    • Wie viel kostet der Eigenverbrauch von Solarstrom?
  • Lohnt sich Eigenverbrauch mehr als Einspeisung?
    • Rentabilität der Photovoltaikanlage
    • Vergleich Einfamilienhaus mit und ohne Eigenverbrauch
    • Stromzähler (Einspeisezähler + PV-/Bezugszähler)
  • Photovoltaik für den Eigenverbrauch optimieren
  • Photovoltaik für Energieautarkie ausreichend?
  • Ist Energieautarkie grundsätzlich möglich?
    • Was bräuchte man dafür?
    • Was ist eine gute Autarkiequote und wie kannst Du diese erreichen?
    • Wie berechnet sich die Autarkiequote?
  • Welche Alternativen gibt es?
  • Zukünftige Entwicklungen
  • Fazit

Unterschied zwischen Eigenverbrauch und Autarkie

Vielfach werden die Begriffe Eigenverbrauch und Autarkie synonym verwendet. Obwohl sie eng verwandt sind, ist dies nicht ganz korrekt.

  • Wird die PV-Anlage für den Eigenverbrauch genutzt, bedeutet das schlicht, dass ein gewisser Anteil des erzeugten Solarstroms selbst verbraucht wird.
  • Der Eigenverbrauchsanteil beziffert diesen Anteil des selbst erzeugten Solarstroms, der vom Erzeuger direkt oder mittels Aufladen eines Stromspeichers verbraucht wird. Der Rest wird in das öffentliche Stromnetz eingespeist.
  • Der Autarkiegrad ist der Anteil des Stromverbrauchs, der durch ein Solarstrom-Speichersystem abgedeckt wird und somit nicht vom öffentlichen Stromnetz abhängt. Je nach Größe der Photovoltaikanlage und des Stromspeichers und je nach Höhe und zeitlicher Verteilung des Stromverbrauchs kann der Autarkiegrad, genau wie der Eigenverbrauchsanteil, variieren.
  • Ein Autarkiegrad von 100%, also absolute Unabhängigkeit (Autarkie), wird nur bei Photovoltaik-Inselanlagen erreicht. Bei netzgekoppelten Photovoltaikanlagen, die eine Einspeisung ins öffentliche Stromnetz ermöglichen, ist der Autarkiegrad deutlich niedriger.

Gibt es eine Vergütung für den Eigenverbrauch?

Um den Einsatz von Photovoltaikanlagen zu fördern und die Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energien auszubauen, wurde im Jahre 2000 das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) verabschiedet. In ihm ist eine Einspeisevergütung geregelt, die Du für den Ökostrom bekommst, den Du ins öffentliche Stromnetz einleitest.

(Video) Autarkie-Grad & Eigenverbrauch! Wie autark bin ich mit Stromspeicher oder nur mit PV-Anlage? MFF

Eine Vergütung für den Eigenverbraucht gibt es somit nicht mehr. Eine entsprechende Entlohnung gab es für kurze Zeit; sie entfiel jedoch durch die Gesetzesnovelle zum EEG 2012. Wer seine Anlage nach diesem Zeitpunkt in Betrieb genommen hat, geht hier leider leer aus.

Wie viel kostet der Eigenverbrauch von Solarstrom?

Natürlich bekommst Du den Sonnenstrom von Deinem Dach praktisch kostenlos. Du kannst jedoch die Kosten Deiner Photovoltaikanlage ins Verhältnis zu der in ihrer Lebenszeit produzierten Strommenge setzen. So kannst Du sehen, wie viel Geld Du im Vergleich zu den regulären Stromkosten sparst. Das Stichwort lautet hier Stromgestehungskosten.

Um diese zu berechnen, müssen sämtliche Ausgaben veranschlagt werden. Dazu gehören Anschaffungs- und Montagekosten für die PV-Anlage, der regelmäßige Unterhalt sowie notwendige Reparaturen. Wird dieser Betrag durch die erzeugten Kilowattstunden dividiert, ergeben sich die Stromkosten pro Kilowattstunde.

Laut einer aktuellenStudiedes Fraunhofer ISE zahlst Du je nach Größe Deiner Aufdachanlage und je nachdem, ob Du einen Speicher hast, oder nicht, etwa 5 bis 20 Cent pro erzeugte Kilowattstunde. Wenn Du diesen Solarstrom selbst verbrauchst, anstatt ihn vom Energieversorger zu kaufen, sparst Du also einiges: Die regulären Stromkostenliegen derzeit bei über 37 Cent pro bezogener Kilowattstunde:Mehr als 30 Cent Ersparnis pro Kilowattstunde sind also insgesamt drin!Das summiert sich im Laufe der Lebenszeit Deiner PV-Anlage auf eine beachtliche Summe.

Lohnt sich Eigenverbrauch mehr als Einspeisung?

Ob sich eine PV-Anlage für den Eigenverbrauch lohnt, hängt von ihrer Inbetriebnahme und der Kapazität ab. Die Höhe der dadurch entstandenen und bis zum 31. März 2020 noch entstehenden Einspeisevergütung richtet sich nämlich nach diesen beiden Kriterien. Nicht zuletzt spielen auch Anschaffungs- und Betriebskosten eine Rolle bei der Abwägung.

Vorteile Nachteile
Der bundesweite Durchschnitt für ein Kilowattstunde Strom aus den Betreibernetzen liegt seit 2019 laut Statistik der Bundesnetzagentur bei 30,5 Cent. Wer an Einspeisevergütung deutlich weniger erhält, die Photovoltaikanlage bereits abgeschrieben und nur niedrige Betriebskosten hat, für den lohnt sich der Eigenverbrauch. Wer seine PV-Anlage zu einem Zeitpunkt in Betrieb genommen hat, in der eine hohe Einspeisevergütung bezahlt wurde, muss sein Vorhaben gut durchrechnen. Nicht nur die Einspeisevergütung fällt weg, sondern Gestehungskosten für die Stromerzeugung sind ebenfalls zu tragen.
Für den Eigenverbrauch spricht neben ökologischen Faktoren wie “erneuerbarer Strom”, “ohne Atomkraft und Kohle”, dass eine teilweise oder völlige Unabhängigkeit vom öffentlichen Netz erreicht werden kann. Dies ist besonders von Vorteil, wenn die Anbindung an ein Stromnetz erst noch geschaffen werden müsste. Strebst Du eine völlige Autarkie an, kann es bei länger anhaltenden Störungen der Solaranlage zu Problemen kommen. Eben mal schnell ins Netz der regulären Anbieter zu wechseln ist nicht immer möglich.
Den Strom für Deinen Eigenbedarf kannst Du speichern. Damit bist Du weniger von der Witterung abhängig. Damit PV den Eigenverbrauch abdeckt und eine völlige Autarkie geschaffen werden kann, musst Du dennoch die Anlage großzügig planen. Als Stromerzeuger*in bist Du Unternehmer*in, auch wenn Du den gewonnenen Strom selbst verbrauchst. Sofern Du nicht die Kleinunternehmerregelung – bei einem jährlichen Umsatz von bis zu 17.500 € – in Anspruch nehmen kannst, musst Du Umsatzsteuer auf den Eigenverbrauch zahlen.

Rentabilität der Photovoltaikanlage

Um die Rentabilität der PV-Anlage zu errechnen, ist es erforderlich, sämtliche Kosten gegen die Stromersparnis aufzurechnen: Anschaffungs-, Montage- und Betriebskosten, sowie Wartung, Reparaturen, Umsatzsteuer und die entgehende Einspeisevergütung.

Nicht vergessen solltest Du in Deinem Überschlag, dass sich Dein Vorhaben langjährig rentieren soll. Um Dich gegen mögliche, unerwartete Schäden abzusichern, empfehlen wir Dir, dich um einen entsprechenden Versicherungsschutz zu kümmern. Einen Leitfaden hierzu haben wir in diesem Artikel für Dich zusammengestellt.

Andererseits darfst Du davon ausgehen, dass die Strompreise in den nächsten Jahren eher steigen als sinken. Zwar sieht das Wirtschaftsinstitut Prognos in seiner vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie in Auftrag gegebenen Vorhersage nur einen geringen Anstieg voraus. Aber auch der kann beim Eigenverbrauch positiv zu Buche schlagen.

(Video) Einstieg Photovoltaik Anlage: Was bedeutet Netzbezug, Eigenverbrauch, Netzeinspeisung, Autarkie?

Vergleich Einfamilienhaus mit und ohne Eigenverbrauch

Ein angenommener Jahresverbrauch von 3.000 kWh ist für eine Familie realistisch. Geht man vom derzeitigen Durchschnittspreis von 30,5 Cent pro Kilowattstunde aus, ergibt dies einen Betrag von 915 € pro Jahr.

Wird die Solaranlage für den Eigenverbrauch genutzt, so belaufen sich diese Stromkosten bei einem Preis von 11 – 13 Cent für die Eigenproduktion, die Focus recherchierte, auf jährlich 330 – 390 €.

Stromzähler (Einspeisezähler + PV-/Bezugszähler)

Nicht nur für die Einspeisevergütung, sondern auch für die Hochrechnung, ob sich die Umstellung auf reinen Eigenverbrauch lohnt, ist ein Stromzähler für Dich unerlässlich. Als einfaches Modell, das Du selber günstig erwerben kannst, hält der Einspeisezähler nur die Strommenge fest, die Du ins jeweilige Betreibernetz einspeist.
Ein Zweirichtungszähler, der sowohl den Bezug Deines Stroms von einem Betreiber als auch die Einspeisung von Solarstrom festhält, muss in der Regel vom PV-Betreibenden gemietet werden. Er hat allerdings den Vorteil, dass für Fehlerbeseitigung im Zählwerk der Stromversorger zuständig ist. Ist dagegen Dein eigener Zähler defekt, entfällt die Vergütung für die Einspeisung, da sie nicht nachgewiesen werden kann.

Photovoltaik für den Eigenverbrauch optimieren

Ideal für den Eigenverbrauch wäre es, die PV-Anlage so zu bemessen, dass der komplette Energiebedarf gedeckt werden kann. Mit einer Solaranlage mit drei bis vier Kilowatt Peak Leistung kann der Stromverbrauch für eine durchschnittliche Familie erzeugt werden.

Allerdings unterliegt die Stromerzeugung durch Sonnenenergie starken Schwankungen, zumindest in unseren Breitengraden. Lange Regenperioden, Nebeltage und trübe Winter schränken die Gewinnung ein oder machen sie gar unmöglich.

Photovoltaik für Energieautarkie ausreichend?

Noch werden die wenigsten Solaranlagen betrieben, um eine absolute Autarkie in Sachen Energie zu erreichen. Einzelne Konzepte, aber bereits auch erste Siedlungen machen vor, dass dies durchaus machbar ist. Meist sind wirtschaftliche Abwägungen der Grund, warum dieser Schritt dennoch nicht gewagt wird.

Ist Energieautarkie grundsätzlich möglich?

Vollkommene Eigenversorgung mit Strom ist theoretisch zwar möglich, praktisch aber kaum umsetzbar, vor allem in Deutschland. Man bräuchte eine extrem überdimensionierte PV-Anlage mit sehr großem Speicher, um bei jeder Wetterlage versorgt zu sein. Das setzte ein entsprechend großes Dach und Portemonnaie voraus. Durchaus machbar ist ein Autarkiegrad von etwa 75 %.

Was bräuchte man dafür?

  • Batterien
  • Speicher
  • Wärmepumpen

Nur wenn die Kapazität der Solarstromanlage voll ausgeschöpft werden kann, ist Stromerzeugung für den Eigenbedarf rentabel.

(Video) Die richtige Größe für deine Solaranlage mit Stromspeicher | Eigenverbrauch, 100 Autarkie, 70% Regel

Stromspeicher und Solarakkus mit einer ausreichenden Speichergröße nehmen momentan nicht benötigten Strom auf. So geht die Überproduktion nicht verloren, sondern wird zu einem späteren Zeitpunkt für den Eigenverbrauch wieder zur Verfügung gestellt. Photovoltaikspeicher können sich je nach Region rasch amortisieren, wenn Anschaffungskosten und Nutzen genau abgewägt werden.

Teure Batteriespeicher zahlen sich zumindest dann aus, wenn Du nur noch eine geringe Einspeisevergütung zu bekommen hättest und deshalb vorrangig Solarstrom für den Eigenverbrauch gewinnen möchtest. Einzelne Bundesländer und Städte gewähren nach wie vor Fördermittel für die Anschaffung von Stromspeichern.

Speicher für Solarthermie unterstützen Dich ebenfalls auf Deinem Weg in die Unabhängigkeit von Energieversorgern. Über Kollektor und Solarregler fließt die gewonnene Energie in den Speicher. Das auf diese Weise erzeugte warme Wasser dient dem Betrieb der Heizung und der Warmwasserversorgung.

Wärmepumpen als weiteres Glied in der Kette leisten einen wesentlichen Beitrag, den Eigenverbrauch an Energie zu 100 % zu decken. Der für den Betrieb der Wärmepumpen notwendige Strom wird ebenfalls aus Solarenergie gewonnen. So sorgst Du für eine effizientere Nutzung des Solarstroms.

Was ist eine gute Autarkiequote und wie kannst Du diese erreichen?

Eine gute Autarkiequote für PV-Anlagen ohneSpeicherliegt bei circa 30 – 40 %. Mit einem Stromspeicher hingegen sind auch bis zu 80 % möglich. Dass diese Quoten nicht höher ausfallen, liegt meist daran, dass im Winter in der Regel nicht genug Solarstrom produziert wird, um den gesamten Stromverbrauch zu decken und Strom in der Regel eher in den Abend- und Morgenstunden verbraucht wird, wenn die Solarnlage nicht viel produziert. In den Sommermonaten ist es aber durchaus möglich nahezu den gesamten Strombedarf mit einer PV-Anlage zu decken.

Das bringt uns zu einem weiteren wichtigen Punkt. Möchte ich eine hohe Autarkiequote erreichen, ist nicht nur die richtige Dimensionierung der Anlage und gegebenenfalls des Speichers wichtig, sondern auch meinAnpassung meines Verbrauchsverhalten an die Produktion der PV-Anlage. Für viel Eigenverbrauch und eine hohe Autarkiequote ist es also gut,Verbraucher wie beispielsweise eine Waschmaschine oderKlimaanlageam Tag laufen zu lassen, wenn die Anlage ohnehin viel Strom produziert.

Wie berechnet sich die Autarkiequote?

Beispiel

Herr Mustermann verbraucht im Jahr3.500 kWhStrom, produziert mit seiner Solaranlage2.500 kWh/Jahrund speist1.500 kWh/Jahrins örtliche Stromnetz ein. Das bedeutet also, dass er1.000 kWh/Jahrfür seinen eigenen Energiebedarf nutzt.

(Video) Deine Photovoltaik #22 - Eigenstrom effizient nutzen, hohe Autarkie ohne Speicher mit SmartHome!

  • Eigenverbrauch = 1.000 kWh/Jahr / 2.500 kWh/Jahr = 0,4 = 40 %
  • Autarkie = 1.000 kWh/Jahr / 3.500 kWh/Jahr = 0,29 = 29%.

Welche Alternativen gibt es?

Reicht die Energiegewinnung aus der Solaranlage für den Eigenverbrauch nicht für Haushaltsstrom und Wärmesysteme aus, kannst Du Dich dennoch vom Stromnetz unabhängig machen. Der Bezug von Nah- oder Fernwärme sowie die Pelletheizung wären sowohl aus ökologischer als auch aus wirtschaftlicher Sicht eine sinnvolle Ergänzung zur Energiegewinnung durch Solartechnik.

Zukünftige Entwicklungen

Die teilweise angeläutete, aber immer noch ausbaufähige Energiewende setzt auf eine dezentrale Versorgung. Die Energieversorgung 4.0 sieht bereits jetzt schon eine Kombination aus regenerativen Blockheizkraftwerken, Wind- und Sonnenenergie vor.

Atomstrom steht hoffentlich bald vor dem endgültigen Aus, und fossil betriebene Blockheizkraftwerke haben eine eher ungewisse Zukunft vor sich. Eine neue Vernetzung ist deshalb wichtig. Sie basiert auf regenerativen Stromerzeugern und ausreichend Speichermöglichkeiten der gewonnenen Energie für kurz- sowie langfristigen Bedarf.

Fazit

Wer klug rechnet und dabei vor allem die persönliche Situation genau betrachtet, entscheidet bei der Wahl seiner künftigen Energieversorgung richtig. Die Sicherung des Eigenverbrauchs bei Strom und vielleicht sogar die vollkommene Autarkie bei der Energieerzeugung will jedoch von allen Seiten betrachtet werden.

Da die Einspeisevergütung nicht mehr den Hauptanreiz darstellt, zählen vor allem die Ersparnis an Stromkosten, die Unabhängigkeit von Betreibernetzen und das Umweltbewusstsein bei der Entscheidung für Deine zukünftige Stromversorgung. Welchen Weg Du, in Anbetracht der politischen Entwicklung und dem Entstehen neuer Technologien, gehst, entscheidest Du, heute wie morgen.

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(Video) Photovoltaik Eigenverbrauch und Autarkie durch Stromspeicher steigern? - Unsere Bilanz für Juli 2021

FAQs

Wie groß muss eine PV-Anlage sein um autark zu sein? ›

Welche Faktoren sind entscheidend, um mit Photovoltaik autark zu werden? Die Unabhängigkeit vom öffentlichen Stromnetz steigt mit der Fläche an Solarmodulen, mit denen Strom erzeugt wird. 5 bis 10 m2 Dachfläche sind notwendig, um 1 kWp (= Kilowatt Peak) Photovoltaik zu installieren.

Wie viel Autarkie mit Photovoltaik? ›

Eine gute Autarkiequote für PV-Anlagen ohne Speicher liegt bei circa 30 – 40 %. Mit einem Stromspeicher hingegen sind auch bis zu 80 % möglich.

Wie erreiche ich 100% Autarkie? ›

Am wirkungsvollste ist die Kombination aus Photovoltaik- und Kleinwindanlagen mit einem Stromspeicher. Hier kannst du einen Eigenverbrauch von 80 bis fast 100 Prozent realisieren. Eine autarke Stromversorgung nur mit einer Solarstromanlage ist auch machbar.

Welcher Eigenverbrauch ist realistisch? ›

Welcher Eigenverbrauch ist realistisch? Ein Eigenverbrauch von bis zu 70 % gilt als realistisch – allerdings nur in Kombination mit einem Speicher. Wir vergleichen den Eigenverbrauchsanteil und Autarkiegrad einer dreiköpfigen Familie mit einem jährlichen Stromverbrauch von 3.500 kWh.

Kann man mit Photovoltaik autark leben? ›

Um wirklich autark mit Solarenergie leben zu können, benötigst du eine Photovoltaik-Leistung, die ungefähr 7-mal so groß ist wie dein jährlicher Strombedarf und einen entsprechend großen Stromspeicher.

Wie viel kWp für Autarkie? ›

Mit einer Photovoltaikanlage mit einer installierten Leistung von 5 kWp bis 20 kWp und einem Jahresverbrauch von 4.000 kWh kommt man auf Autarkiegrade von 50% bis 60%.

Warum PV-Anlage auf 70 reduzieren? ›

Zur Sicherstellung der Netzstabilität dürfen Photovoltaikanlagen nicht mehr als 70 Prozent ihres produzierten Stroms in das öffentliche Netz einspeisen (Einspeisebegrenzung). Die PV-Anlage muss die Netzeinspeisung der Energie also abregeln, sobald sie 70 Prozent ihrer Nennleistung erreicht hat.

Wann lohnt sich eine Photovoltaikanlage nicht? ›

Eine kleine Photovoltaik-Anlage lohnt sich wirtschaftlich nicht, wenn ihr den gesamten produzierten Solarstrom ins öffentliche Netz einspeisen wollt. Das liegt daran, dass die Einspeisevergütung die Kosten für die Produktion des Solarstroms nicht mehr deckt.

Wann amortisiert sich eine PV-Anlage mit Speicher? ›

Übliche Photovoltaikanlagen auf dem Einfamilienhaus haben eine Größe von 7 bis 12 kWp und amortisieren sich nach etwa 9 bis 11 Jahren. Entscheiden Sie sich für einen Stromspeicher, steigt der Amortisationszeitraum auf 10-12 Jahre. Dafür sparen Sie nach der Amortisation aber auch mehr Stromkosten.

Was passiert wenn die PV-Anlage zu viel Strom produziert? ›

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) garantiert Betreibern von Wind-, Solar- oder Biomasse-Kraftwerken, dass sie den von ihnen produzierten Ökostrom jederzeit zu einem fixen Vergütungssatz einspeisen können. Ist das nicht möglich, etwa weil das Stromnetz überlastet ist, dann werden Entschädigungszahlungen fällig.

Wie groß darf eine Solaranlage sein ohne Anmeldung? ›

Solarstrom einspeisen ohne Anmeldung: Darf ich eine gewisse Menge Solarstrom ohne Anmeldung einspeisen? Für Mini-Solaranlagen mit bis zu zwei Solarmodulen - dazu zählen Balkonkraftwerke - gilt die Obergrenze von 600 Watt Einspeiseleistung.

Wie viel Solarmodule benötigen 4 Personen für ihre Stromversorgung im Haushalt? ›

Die passende Größe für Photovoltaik

Für ein Einfamilienhaus mit 4-Personen-Haushalt und einem Stromverbrauch von 4.500 Kilowattstunden pro Jahr liegt die optimale Größe einer Photovoltaik-Anlage bei rund 6 Kilowatt-Peak bzw. 36 Quadratmetern.

Was ändert sich 2022 bei Photovoltaik? ›

Seit dem 30. Juli 2022 gelten neue Vergütungssätze für Anlagen, die seitdem in Betrieb genommen werden. Unterschieden wird zwischen Volleinspeise- und Eigenversorgungsanlagen. Anlagen mit Eigenversorgung bekommen jetzt höhere Vergütungssätze als feste Einspeisevergütung: Anlagen bis 10 kWp erhalten 8,2 Cent pro kWh.

Ist Eigenverbrauch steuerpflichtig? ›

Wird Strom der Photovoltaikanlage selbst verbraucht, ist das im Sinne der OFD ein "unternehmensfremder Zweck". Der Eigenverbrauch wird daher als "unentgeltliche Wertabgabe" betrachtet und muss dementsprechend versteuert werden.

Was ist ein guter Autarkiegrad? ›

Was gilt als guter Autarkiegrad? Beim Stromverbrauch ist ein Autarkiegrad von 70 bis 80 Prozent ein sehr guter Wert. Das heißt, 70 bis 80 Prozent deines Jahresstrombedarfs werden durch deine Solaranlage gedeckt. 20 bis 30 Prozent musst du vom öffentlichen Versorger zukaufen.

Habe ich mit Photovoltaik Strom bei Stromausfall? ›

Mittels Photovoltaik Strom zu erzeugen ist eine nachhaltige und vor allem auf nahezu jedem Hausdach umsetzbare Form der Energiegewinnung. Aber wie sieht es aus, wenn der Strom weg ist? Viele Menschen fragen sich, ob es möglich ist, Photovoltaik zu nutzen bei einem Stromausfall. Die kurze Antwort: Nein.

Was bringt Photovoltaik ohne Sonne? ›

Wie hoch ist der Ertrag einer Photovoltaikanlage ohne Sonne? Wenn keine Sonne scheint, sinkt die Globalstrahlung auf etwa 200 W pro m² ab. Der Ertrag der Photovoltaikanlage liegt dann etwa im Moment bei etwa 0,15- bis 0,30 kW je kWp. Eine 10 kWp PV-Anlage generiert bei Schatten also etwa 2000 Watt.

Kann man mit einer Photovoltaikanlage auch heizen? ›

Eine Möglichkeit zum Heizen mit Photovoltaik ist die Kombination von PV-Anlage und Wärmepumpe. Wärmepumpen erzeugen aus einer Kilowattstunde Strom 3,5 bis 4,5 Kilowattstunden Wärme.

Wie lange hält ein 10 kW Speicher? ›

Wie viele Jahre hält ein Batteriespeicher? Während Solarmodule länger als 20 bis 30 Jahre sehr gute Leistung bringen können, haben Batteriespeicher eine erwartete Lebensdauer von 10 bis 15 Jahren. Grund dafür ist, dass in den Batteriezellen chemische Prozesse stattfinden, die zu einer Alterung der Materialien führen.

Was kostet ein 10 kW Speicher? ›

Was kostet ein Stromspeicher mit 10 kWh Speicherkapazität? Ein Speicher mit 10 Kilowattstunden kostet zwischen 8.000 bis 10.000 Euro und ist für einen jährlichen Stromverbrauch von bis zu 6.000 kWh geeignet.

Was darf eine 10 kWp PV-Anlage mit Speicher? ›

PV-Anlage mit 10 kWpeak erzeugt 10.000 kWh Strom. Kapazität Speicher: 10 kWh. Immobilie mit 4-Personen-Haushalt verbraucht 5.000 kWh.

Wann braucht man 2 Wechselrichter? ›

Warum benötigt man mehrere Solar Wechselrichter, wenn die PV-Leistung mehr als 4,6 kWp beträgt? Weil die Leistungsdifferenz zwischen den einzelnen Phasen nicht größer sein darf als 4,6 kVA.

Was bringt eine PV-Anlage im Winter? ›

Nur ca. 30 Prozent des Jahresertrags einer Photovoltaikanlage wird im Winterhalbjahr erzielt. Grund dafür ist die zu dieser Zeit niedrigere Strahlungsleistung der Sonne und der aufgrund von Bewölkung durchschnittlich höhere Anteil an diffusem Licht.

Kann man einen Wechselrichter überlasten? ›

Es kommt dann nur noch bei außergewöhnlich hohen Sonneneinstrahlungen zu Leistungsbegrenzungen. Doch je größer, desto besser – das gilt bei Wechselrichtern auch nicht. Ab einem gewissen Punkt steigt der Ertrag nicht weiter. Wenn seine Leistung viel größer ist als die der Solaranlage, läuft er viel auf Teillastbetrieb.

Was spricht gegen Photovoltaikanlage? ›

Nachteile einer Photovoltaik Anlage. Die Module unterliegen einer Degradation. Das bedeutet, dass sie im Laufe der Zeit etwas an Leistung verlieren. Die Leistungsgarantie der meisten Modulhersteller beträgt 90% auf 10 Jahre und 80% auf 20 Jahre.

Werden Photovoltaikanlagen 2022 teurer? ›

Im März 2022 sind fast alle Arten von Photovoltaik-Modulen deutlich teurer geworden. Das geht aus dem Photovoltaik-Modulpreisindex hervor, den der Solarserver in Zusammenarbeit mit der Handelsplattform pvXchange präsentiert.

Wann lohnt sich Photovoltaik 2022? ›

Mit Blick auf die Investitionskosten ist die Anschaffung einer PV-Anlage 2022 lohnenswerter denn je. Vor knapp 15 Jahren rechnete sich selbst produzierter Solarstrom nur dank der hohen Einspeisevergütung von damals 50 ct/kWh. Zu diesem Zeitpunkt kosteten PV-Anlagen noch mehr als 4.000€ pro kWp.

Was darf eine 10 kWp PV-Anlage mit Speicher Kosten? ›

Eine 10 kWp-Anlage kostet also zwischen 22.000 und 28.000 Euro, zuzüglich eventuell anfallender Nebenkosten für den Gerüstbau, Arbeiten an der Elektroinstallation oder erforderlicher bauliche Maßnahmen. Ein Preis, der durch Fördermittel und steuerliche Optimierung reduziert werden kann.

Was kostet eine PV-Anlage mit Speicher 2022? ›

Ein Kilowatt Leistung kostet derzeit rund 1.400 bis 1.600 Euro - eine Photovoltaik-Anlage mit rund zehn Kilowatt Leistung kostet also rund 15.000 Euro. Eine größere Anlage, etwa für 20.000 oder 25.000 Euro, lohnt sich für Eigentümer:innen aber auch, da der Überschuss ins Stromnetz eingespeist und vergütet wird.

Was kostet eine 10 kWp PV-Anlage mit Speicher 2022? ›

Bei einer 10 Kilowatt Peak Anlage fallen daher etwa 7.500€ an reinen Modulkosten an. Entscheiden Sie sich für ein polykristallines oder Dünnschichtmodul fallen die Kosten um 20- 40 Prozent niedriger aus.

Wie viel Solarstrom darf ich selber nutzen? ›

Mit einer PV-Anlage von 5 kWp können ca. 30 % des produzierten Stroms selbst genutzt werden. Mit einem integrierten Speichersystem ist es möglich, weitere 35 % des erzeugten Stroms selber zu verbrauchen – der Anteil des Eigenverbrauchs steigt auf bis zu 65 %.

Was passiert mit einem Solarpanel wenn kein Strom abgenommen wird? ›

Batteriespeicher sind eine gängige Methode, um die überschüssige Energie zu nutzen, die von Ihrem Solarmodul erzeugt wird. Die überschüssige Energie wird direkt in eine Batterie eingespeist, wo sie bis zur späteren Verwendung gespeichert wird.

Warum kostet selbst erzeugter Strom Geld? ›

Das Einspeisen des erzeugten Stroms bringt dem PV-Anlagen-Betreiber keine bzw. nur sehr geringe Vorteile. Sinnvoller ist es stattdessen, den erzeugten Strom selbst zu verbrauchen. Zum Vergleich: Der Zukauf einer kWh Strom kostet rund 28 Cent, die Kosten für die selbst erzeugte kWh Strom liegen bei 9-12 Cent.

Wie viel kW sind steuerfrei? ›

Hinweis: Ab 2023 gilt die Steuerbefreiung für Photovoltaik-Anlagen auf Einfamilienhäusern bis 30 kW. Das wurde mit dem Jahressteuergesetz 2022 beschlossen.

Was passiert wenn ich mehr als 600 Watt Einspeise? ›

Für 2022 sind die Auftragsbücher bis Oktober voll ! Natürlich sind auch Anlagen oberhalb 600 Watt unbedenklich. Es ist kein Problem, 1000 Watt anzuschließen.

Ist Nulleinspeisung erlaubt? ›

Anlagen können als Nulleinspeise-Anlage betrieben werden, auch wenn eine Einspeisung nicht möglich oder erwünscht ist, solange die erzeugte Energie zu 100 % selbst verbraucht wird.

Was ist besser Solar oder Photovoltaik? ›

Aufgrund des höheren Wirkungsgrads von Solarthermieanlagen (ca. 50 Prozent Wirkungsgrad) können diese auf gleich großer Dachfläche mehr Energie umwandeln als Photovoltaikanlagen (ca. 15 Prozent Wirkungsgrad). Hinter Photovoltaikanlagen steckt jedoch auch die anspruchsvollere Technik.

Welche Förderung für Photovoltaik 2022? ›

Folgende Fördersätze gelten 2022: Für PV-Anlagen zwischen 1 bis 10 Kilowatt Leistung pauschal 700 Euro. Für PV-Anlagen ab 10 bis 15 Kilowatt Leistung pauschal 1.100 Euro. Für PV-Anlagen ab 15 Kilowatt Leistung pauschal 1.500 Euro.

Wie viel Photovoltaik für Elektroauto? ›

Das heißt in der Praxis, dass ein PV-Überschuss von mindestens 1,4 kW notwendig ist, um Sonnenstrom zu laden – wenn das Elektroauto einphasig lädt. Lädt das Elektroauto dreiphasig – was bei den meisten modernen Elektroautos der Fall ist – müssen mindestens 4,2 kW (3 x 1,4 kW) an elektrischer Leistung vorhanden sein.

Wann muss ich Eigenverbrauch bei Photovoltaikanlagen versteuern? ›

Das Wichtigste in Kürze. Wenn Du eine Photovoltaikanlage betreibst und den Strom mit Gewinn verkaufst, bist Du Unternehmer und damit steuerpflichtig. Hat Deine PV-Anlage nur maximal 10 Kilowatt Leistung und nutzt Du Deinen Solarstrom privat, kannst Du Dir aussuchen, ob Du Einkommensteuer auf Deinen Gewinn zahlst.

Was passiert wenn der Stromzähler rückwärts läuft? ›

Ein Stromzähler, der rückwärts läuft, ist der weitverbreitete und klassische Ferraris-Zähler. Dieser Einrichtungszähler muss vor der Einspeisung von Strom gegen einen Stromzähler mit Rücklaufsperre ausgewechselt werden.

Sind PV Anlagen bis 10 kW steuerfrei? ›

Besonderheit für PV-Anlagen unter 10 kWp

Kleine PV-Anlagen unter 10 kW Leistung sparen Steuern: Sie sind seit 2020 von der Gewerbesteuer befreit. Damit ist die Photovoltaik hier steuerfrei. Diese Regelung laut § 3 GewStG gilt rückwirkend bis 2019. In diesem Zusammenhang entfällt auch eine Gewerbeanmeldung.

Wie wird der Eigenverbrauch besteuert? ›

Für Anlagen bis zu einer Leistung von 10 Kilowatt besteht in der Regel seit 2020 keine Steuerpflicht mehr. Verbraucher können sich hier von der Steuer befreien lassen, wenn sie nachweisen können, dass weniger als 10 Prozent des Stromes ins Netz eingespeist wird.

Warum funktioniert Photovoltaik nicht bei Stromausfall? ›

PV-Anlagen funktionieren grundsätzlich nicht während eines Stromausfalls. Kurz und knapp: Nein, deine Solaranlage kann während eines Stromausfalls nicht weiter genutzt werden. Das Problem liegt hier beim Wechselrichter der Anlage. Fällt das öffentliche Stromnetz aus, schaltet sich dieser automatisch aus.

Wie viel KW Photovoltaik ohne Gewerbe? ›

Im Steuerrecht ist der Betrieb einer PV-Anlage besonders zu handhaben: Der Gesetzgeber setzt eine Obergrenze von 5 kWp Leistung. Liegt die Leistung der Anlage unter diesem Wert, schließt das Steuerrecht eine gewerbliche Tätigkeit aus. Das heißt, der Betrieb muss dann nicht beim Finanzamt angezeigt werden.

Was ist wichtiger Eigenverbrauch oder Autarkie? ›

Denn je höher der Eigenverbrauch, desto höher automatisch auch der Autarkiegrad. Wer also mit Hilfe von Photovoltaik vor allem seinen eigenen Stromverbrauch decken möchte, erreicht immer auch einen gewissen Autarkiegrad.

Wie groß muss eine PV-Anlage sein für Eigenverbrauch? ›

150 Kilowattstunden pro Quadratmeter Solarfläche in einem Jahr. Eine 30 m² große Photovoltaikanlage produziert somit den Jahresstrombedarf (ca. 4.500 kWh) einer vierköpfigen Familie. Um einen möglichst hohen Eigenverbrauch zu erreichen sollte die Photovoltaikanlage rund 40m² groß sein.

Wie groß PV-Anlage sinnvoll? ›

Dimensionierung einer PV-Anlage bei normalem Strombedarf

Der durchschnittliche Verbrauch eines Singlehaushalts liegt bei 1.500 Kilowattstunden pro Jahr. Eine vierköpfige Familie benötigt rund 4.500 kWh. Dieser Bedarf kann mit einer Photovoltaikanlage von 4 bis 5 Kilowatt-Peak abgedeckt werden.

Wie groß soll der Speicher bei einer PV-Anlage sein? ›

Als Faustregel lässt sich vorab festhalten, dass ein Photovoltaik Speicher etwa eine Kilowattstunde (kWh) Speicherkapazität pro Kilowatt peak (kWp) Photovoltaik-Leistung besitzen sollte.

Wie groß ist eine 10 KV PV-Anlage? ›

Dachfläche für eine 10-kWp-Anlage

Für 300-Watt-Module muss eine Dachfläche von etwa 6 Quadratmetern, für die effizienteren 400-Watt-Module etwa 1 Quadratmeter weniger pro Kilowattpeak einkalkuliert werden. Eine 10-kWp-Photovoltaikanlage benötigt also 50 bis 60 m² Dachfläche.

Was ändert sich bei PV Anlagen 2022? ›

Seit dem 30. Juli 2022 gelten neue Vergütungssätze für Anlagen, die seitdem in Betrieb genommen werden. Unterschieden wird zwischen Volleinspeise- und Eigenversorgungsanlagen. Anlagen mit Eigenversorgung bekommen jetzt höhere Vergütungssätze als feste Einspeisevergütung: Anlagen bis 10 kWp erhalten 8,2 Cent pro kWh.

Wie lange hält ein 5 kW Speicher? ›

Wie viele Jahre hält ein Batteriespeicher? Während Solarmodule länger als 20 bis 30 Jahre sehr gute Leistung bringen können, haben Batteriespeicher eine erwartete Lebensdauer von 10 bis 15 Jahren. Grund dafür ist, dass in den Batteriezellen chemische Prozesse stattfinden, die zu einer Alterung der Materialien führen.

Wie wird der Eigenverbrauch steuerlich behandelt 2022? ›

Wie ermittle ich den zu versteuernden Eigenverbrauch meiner Photovoltaikanlage? Die Finanzämter erlauben es, dass Sie für den Eigenverbrauch pauschal 20 Cent je Kilowattstunde (kWh) bei der Gewinnermittlung als Betriebseinnahme ansetzen.

Wann lohnt sich Photovoltaik nicht? ›

Eine kleine Photovoltaik-Anlage lohnt sich wirtschaftlich nicht, wenn ihr den gesamten produzierten Solarstrom ins öffentliche Netz einspeisen wollt. Das liegt daran, dass die Einspeisevergütung die Kosten für die Produktion des Solarstroms nicht mehr deckt.

Werden PV Anlagen 2022 teurer? ›

Im März 2022 sind fast alle Arten von Photovoltaik-Modulen deutlich teurer geworden. Das geht aus dem Photovoltaik-Modulpreisindex hervor, den der Solarserver in Zusammenarbeit mit der Handelsplattform pvXchange präsentiert.

Warum muss eine PV-Anlage auf 70 reduzieren? ›

Zur Sicherstellung der Netzstabilität dürfen Photovoltaikanlagen nicht mehr als 70 Prozent ihres produzierten Stroms in das öffentliche Netz einspeisen (Einspeisebegrenzung). Die PV-Anlage muss die Netzeinspeisung der Energie also abregeln, sobald sie 70 Prozent ihrer Nennleistung erreicht hat.

Wann rentiert sich ein PV Speicher? ›

Ein Speicher rechnet sich, wenn Dich das Erzeugen und Speichern einer Kilowattstunde Strom deutlich weniger als der Strom aus dem Netz kostet. Bei rund 35 Cent liegt der Arbeitspreis für eine Kilowattstunde aus dem öffentlichen Netz in den meisten Gegenden Deutschlands im zweiten Halbjahr 2022.

Wie lange hält der Strom im Speicher? ›

Die Größe des Stromspeichers in Kilowattstunden

Die Größe dafür ist die Stunde, also wieviel Energie lässt sich in einer Stunde bereitstellen. Ein Heimspeicher mit einer Kapazität von 8 kWh kann also 8 Stunden lang eine Leistung von 1 Kilowatt abgeben oder speichern.

Was kostet ein 5 KW Speicher? ›

Kleine Speicher mit nur 5-6 kWh Speicherkapazität kosten etwa 5.000€-7.000€. Ein großer Speicher mit einer Kapazität von 7-10 kWh ist hingegen für 7.000€ bis 10.000€ erhältlich.

Was kostet eine 10 kWp PV-Anlage mit Speicher inkl Montage? ›

Eine 10 kWp-Anlage kostet also zwischen 22.000 und 28.000 Euro, zuzüglich eventuell anfallender Nebenkosten für den Gerüstbau, Arbeiten an der Elektroinstallation oder erforderlicher bauliche Maßnahmen. Ein Preis, der durch Fördermittel und steuerliche Optimierung reduziert werden kann.

Wann lohnt sich Wärmepumpe mit Photovoltaik? ›

Eine Wärmepumpe erhöht den Photovoltaik Eigenverbrauch

Lag die Einspeisevergütung anfangs noch bei über 50 Cent, beträgt sie 2021 nur noch etwa 7 Cent. Es lohnt sich heute daher, Solarstrom selbst zu nutzen, statt zu verkaufen.

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Last Updated: 12/04/2022

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